Praxis und Feldforschung
„Was bleibt von der Kulturhauptstadt?“ Exkursion mit Studierenden nach Chemnitz
Exkursionsleitung: Prof. Dr. Juliane Tomann und Prof. Dr. Ger Duijzings
Im Jahr 2025 stand die sächsische (post-)industrielle Stadt Chemnitz im Zentrum europäischer Aufmerksamkeit: Als Europäische Kulturhauptstadt wurde sie zum Schauplatz zahlreicher Ausstellungen, Performances, Diskussionen und künstlerischer Interventionen. Doch das Programm zielte nicht allein auf kulturelle Sichtbarkeit. Zugleich verstand es sich als Motor städtischer Transformation – als Versuch, neue Perspektiven auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt zu eröffnen und Impulse für langfristige Entwicklungen zu setzen.

Was aber bleibt von einem solchen Ausnahmejahr, wenn die Bühnen abgebaut sind und der Alltag zurückkehrt? Wie hat sich Chemnitz im Verlauf des Jahres 2025 in unterschiedlichen Bereichen verändert – im Stadtraum, im kulturellen Selbstverständnis, in öffentlichen Debatten und im Erleben seiner Bewohner*innen? Und welche Prozesse werden über das Kulturhauptstadtjahr hinaus weiterwirken?

Gemeinsam mit Studierenden der Masterstudiengänge Public History und Europäische Gesellschaften im Wandel sind wir diesen Fragen im Februar 2026 vor Ort nachgegangen. Ausgehend von eigenen Beobachtungen entwickelten die Studierenden in Kleingruppen individuelle Forschungsfragen und setzten diese im Rahmen kleiner Feldforschungsprojekte um. Dabei entstanden unterschiedliche Perspektiven auf eine Stadt im Übergang – zwischen industrieller Vergangenheit, kultureller Neuerfindung und offenen Zukunftsentwürfen.
